Deutschrock

A

Aktiv = Das Signal durchläuft eine Verstärkerstufe, für die eine Stromversorgung erforderlich ist.
Aktiv-Elektronik = Ein im Instrument untergebrachter Vorverstärker. Meistens in Verbindung mit einem Equalizer.
Amp = Verstärker. Als Amp wird im allgemeinen ein Topteil bezeichnet, welches Vor- und Endstufe beinhaltet.
Attack = Die Einschwingphase eines Signals. Je schneller das Attack, desto kürzer ist die Einschwingdauer.
 
B
 
Balance-Regler  = Mit diesem Regler wird das Verhältnis zweier Signale zueinander eingestellt. Beim Bass sind dies die Lautstärken zweier Tonabnehmer.
Ballends = Die runden Endstücke einer Saite. Sie dienen zum Einhängen der Saite in dafür vorgesehene Öffnungen.
Bauch-Shaping = Eine Abschrägung bzw. Hohlwölbung auf der Rückseite des Bodies
Bending = Das seitliche Ziehen einer Saite zum Erzielen einer Tonhöhenveränderung.
Bi-Amping = Die Verwendung von zwei Verstärkern, wobei einer die Bässe, und der andere die Höhen verstärkt. Nur in Verbindung mit einem Crossover möglich.
Binding = Einfassung aus Kunststoff. Meistens an den Griffbrettflanken. Häufig aber auch zur Verschönerung von Korpusrändern.
Blade = Eine durchgehende Magnetklinge in einer Tonabnehmerspule.
Blockinlays = Große, rechteckige Markierungseinlagen im Griffbrett. (Bsp.: Fender Jazz Bass aus den Siebzigern)
Body = Korpus
Bold on = geschraubter Hals > schnellere Ansprache, stärker Attack `aggressiver`,drückenderer Sound.
Boost = Anhebung, Verstärkung des Signals oder einer Frequenz
Bridge = Brücke. In der Regel die Bezeichnung für eine zusammengefasste Saitenhalter-/Steg-Kombination
Bridge-Pickup = Brücken-Tonabnehmer. Der hintere von zwei Tonabnehmern, bzw. ein Tonabnehmer, der sich näher an der Brücke als am Hals befindet.
Bright = Höhenanhebung
Bypass = Umgehung einer Schaltung im Signalweg. 
 
C
 
Case = Transportkoffer
Chorus = Ein Schwebe-Effekt, bei welchem dem Originalsignal ein zeitlich versetztes und verstimmtes Signal beimischt wird. Es entsteht der Eindruck zusätzlicher Klangquellen.
Coilsplit = Das Abschalten einer Spule eines Doppelspulen-Tonabnehmers. Aus einem Humbucker wird so ein Singlecoil.
Combo = Die Unterbringung von Vorstufe, Endstufe und Lautsprecher in einem Gehäuse. 
Crossover = Eine aktive, meist regelbare Frequenzweiche, welche die Aufteilung der Frequenzbereiche noch vor den Endstufen durchführt. (s. Bi.-Amping)
Custom = Sonderanfertigung, die nicht der Serie entspricht.
Cut = Absenkung des Signals oder einer Frequenz.
Cutaway = Aussparung an einem (Bass-)Gitarrenkorpus um die hohen Lagen besser erreichbar zu machen.
 
D
 
D.I. = Direct Injection. Ein symetrischer Ausgang der das Instrumenten- oder Verstärkersignal über ein dreiadriges Kabel an das Mischpult weitergibt.
Deadspot = Eine tote Stelle auf dem Griffbrett, die entsteht, wenn der gespielte Ton abhängig von der Lage mit der Resonanzfrequenz des Halses identisch ist.
Dip-Schalter = Ein kleiner, meist versenkt angebrachter Schalter.
Dots = Punkteinlagen im Griffbrett. Die Markierungen in der Griffbrettflanke nennt man Side-Dots.
Durchgehender Hals =  homogener, bassiger, längeres Sustain (längeres Schwingverhalten), warmer Ton.
 
E
 
Effect Loop = Effektschleife. Das einzuschleifende Gerät wird zwischen Effect-Send und Effect- Return angeschlossen.  
Effect-Return = Eine Eingangsbuchse, die ihr Signal von einem Effektgerät bekommt.
Effect-Send = Eine Ausgangsbuchse, die ihr Signal an ein Effektgerät leitet. 
Endpins = Die meist tellerförmigen Halterungen zur Befestigung des Tragegurtes am Korpus.
Enhancer = Ein Gerät zur Verbesserung des Klanges. Meistens in Form eines Exciters.
EQ = Equalizer.
Equalizer = Ein Gerät, das eigentlich den Frequenzgang durch Anheben oder Absenken bestimmter Frequenzen begradigen soll. Dient aber auch der Verfremdung des Klangbildes.
Exciter = Ein Gerät, welches durch leichtes Verzerren der Höhen ein lebendigeres, helleres Klangbild erzeugt.
 
F
 
  
Flageolett = Die spielbaren Obertöne auf einem Instrument.
Flankensteilheit = Die Bandbreite der Pegelveränderung einer bestimmten Frequenz. Sie wird in Dezibel (dB) pro Oktave angegeben und trägt die Parameterbezeichnung "Q".
Flat = Eine Schalter- bzw. Reglereinstellung, bei der das Signal frequenzmässig nicht beeinflusst wird.
Flatwound-Saite = Eine Saitenart, bei der die äussere Umwickelung mit Flachdraht ausgeführt wurde. Wird auch als "geschliffene" Saite bezeichnet.
Flightcase = Ein extrem robuster Transportkoffer aus Multi-Laminat oder Kunststoff mit Aluminium-Profilen.
Footswitch = Fuss-Schalter 
Frequenzweiche = Ein Gerät, welches das Signal in mehrere Frequenzbereiche auftrennt. Passiv: vor den Lautsprechern. Aktiv: vor den Endstufen (s. Crossover).
Fretboard = Griffbrett (mit Bünden)
Frets = Bünde
Full-Range = Die Übertragung des gesamten vorhandenen Frequenzspektrums. Das Gegenteil von Bi-Amping.
 
G
 
Gain = Pegelerhöhung 
Growl = Knurr. Eine positive Klangeigenschaft bei einem Bass.
 
H
 
Halfround-Saite = Das Mittelding zwischen einer Roundwound-Saite und einer Flatwound-Saite. Die ursprüngliche Runddraht-Umwickelung wird entweder flach gepresst o. heruntergeschliffen.
Hardware = Die Metallteile bzw. die mechanische Ausstattung an einem Instrument.
Headless = Eine (Bass-)Gitarre ohne Kopfplatte. Die Stimmmechaniken befinden sich am Korpusende.
Headpiece = Das halsseitige Endstück bei Headless-Gitarren, in dem die Saiten befestigt werden. (Einhängen der Ballends o. Klemmung durch Schrauben)
Headroom = Die dynamische Reserve eines Verstärkers. Je größer der Headroom, desto geringer ist die Gefahr des Übersteuerns.
Headstock = Kopfplatte
Humbucker = Ein Tonabnehmer zur Unterdrückung von Brummeinstreuungen. Es sind zwei Spulen notwendig, die meist nebeneinander, aber auch übereinander angeordnet sein können. (Doppelspuler)
Hybrid-Verstärker = Ein Verstärker mit zwei verschiedenartigen Schaltungskonzepten. In der Regel wird eine Röhren-Vorstufe mit einer Transistor-Endstufe kombiniert.
 
I
 
Inlays = Einlagen. Meistens in Form von Dot- o. Block-Inlays im Griffbrett. Es können sich aber auch eingelegte Schriftzüge oder Ornamente auf anderen Teilen des Instrumentes befinden.  
Input = Eingang
Insert-Buchse = Eine Buchse, die gleichzeitig Ein- u. Ausgang ist (Meist in Form einer Stereo-Klinkenbuchse). Hier können Zusatzgeräte in den Signalweg eingeschliffen werden. 
 
J
 
J-Bass = Kurzform für den "Fender Jazz Bass".
JB  = Kurzform für den "Fender Jazz Bass".
J-Style = Einspuler (typ. Jazz Bass)
 
K
 
Kompressor = Ein Gerät zur Dynamik-Begrenzung. Das Ausgangssignal verhält sich nicht proportional zum Eingangssignal, sondern ist um einen bestimmtes Verhältnis geringer.
 
L
 
Liegende Jahresringe = Die Jahresringe eines Holzbauteiles (Hals, Korpus) befinden sich in einem rechten Winkel zum Saitenzug.
Limiter = Ein Dynamikbegrenzer, bei dem das Ausgangssignal einen bestimmten Grenzwert nicht überschreitet.
Line-In = Ein Eingang, der für Line-Pegel (unsymmetrisch: -10 dB, symmetrisch: +4 dB) ausgelegt ist.
Line-Out = Ein Ausgang, der ein Line-Level-Signal herasusgibt. (s. auch Line-In)
 
M
 
 
Mensur = Bei einem Saiteninstrument die schwingende Länge der Leersaiten, also die Distanz zwischen Sattel und Steg. Bei einem E-Bass beträgt dieser Abstand in der Regel 34" (864 mm).
Midrange = Der Mittenbereich. Häufig ist dies auch die Bezeichnung für einen Regler zur Wahl der Mittenfrequenz innerhalb der Klangregelung.
MM = Kurzform für den "Music Man Sting Ray"-Bass.
MM-Style = Doppelspuler (typ. MusicMan Bass)
Mono-Rail = Ein einzelnes Brückensegment. Jede Saite besitzt eine eigene, separate Brücke. 
Mute-Schalter = Stumm-Schalter 
 
N
 
Neck-Pickup = Hals-Tonabnehmer. Der vordere von zwei Tonabnehmern, bzw. ein einzelner Tonabnehmer, der sich näher am Hals als an der Brücke befindet.
Neckthrough = (Bass-)Gitarren-Konstruktion mit einem durchgehenden Hals. Der Korpus wird dabei durch zwei seitlich angeleimte Korpusflügel gebildet.
Notchfilter = Eine sehr engbandige Absenkung im Frequenzgang. Meistens im tieferen Frequenzbereich, um unerwünschte Resonanzen zu minimieren.
Nullbund = Ein Bund, auf dem die Leersaiten permanent aufliegen. Die Mensur entspricht dabei dem Abstand vom Steg bis zum Nullbund. Ein Sattel zur Saitenführung ist weiterhin erforderlich.
O
Octaver = Ein Effektgerät, welches ein Signal eine Oktave unterhalb der Original-Tonhöhe hinzufügt. Manche Geräte können auch noch weitere Oktaven erzeugen.
Oktavrein = Eine (Bass-)Gitarre ist oktavenn die Töne im 12. Bund (=1/2 Saitenlänge) genau der Oktave der jeweiligen Leersaite entsprechen.
Onboard-Elektronik = Eine Aktiv-Elektronik, die sich in dem Instrument befindet.
Output = Ausgang. Sowohl die Bezeichnung für eine Buchse, als auch für den Ausgangspegel.
P
P-Bass = Kurzform für den "Fender Precision Bass".
Parallele Verschaltung = Eine Tonabnehmer-Verdrahtung, bei der die Spulenanfänge zweier Tonabnehmer mit der +Phase verbunden werden, und die Spulenende mit der -Phase (Masse).
Parametric-EQ = Ein Equalizer, bei dem drei Parameter eingestellt werden können. 1. Die Frequenz, 2. Die Anhebung / Absenkung, 3. Die Flankensteilheit (Q). 
Passiv = Eine Schaltung, bei der keine Verstärker verwendet werden. 
Passiv-Elektronik = Die verwendeten Bauteile lassen nur Signalbeeinflussungen durch Absenkungen zu. 
Peak = Spitze. Der höchstmögliche Pegel.  
Phantom-Power = Alle Geräte, die über ein symetrisches Kabel an ein Mischpult angeschlossen sind, können von diesem bei Bedarf mit einer Spannung von 48 Volt versorgt werden. 
Phones = Kopfhörer 
Pickguard = Schlagbrett
Pickup = Tonabnehmer
Piezo = Ein Kristall, das unter mechanischer Belastung (Bewegung, Druck) Spannung erzeugt, und somit zur elektrischen Übertragung von Schwingungen geeignet ist. 
Polepieces = Die Magnetstifte in einer Tonabnehmer-Spule.
Post-... = Schaltungstechnisch hinter einem bestimmten Stufe im Signalweg.
Poti = Potentiometer. Die Bezeichnung für einen verstellbaren Widerstand
Poweramp = Leistungsverstärker (Endstufe). Er verstärkt das Signal des Preamps auf eine Spannung, welche die Lautsprecher in mechanische Bewegung versetzen kann. 
Pre-... = Schaltungstechnisch vor einer bestimmten Stufe im Signalweg.
Preamp = Vorverstärker. Er verstärkt die meist geringe Ausgangsspannung eines ankommenden Tonabnehmersignals auf einen Pegel, der zur Aussteuerung der Endstufe nötig ist.  
Preci = Kurzform für den "Fender Precision Bass".
Preset = Eine durch Schalten abrufbare Klangmanipulation, deren Parameter voreingestellt sind (z.B.: Preset-Equalizer).
PU = Abkürzung für Pickup (Tonabnehmer).
Punch = Eine Bezeichnung für die Schlagkraft, also des Durchsetzungsvermögens eines Klanges.
Push/Pull-Schalter = Ein Druck-/Zugschalter, welcher durch Herausziehen bzw. Drücken des Potentiometer-Reglerknopfes betätigt wird.
 
R
 
Rack = Ein Regal für elektronische Geräte mit einer genormten Breite von 19 Zoll. Für Transportzwecke ist das Rack meist als Flightcase ausgeführt.
Replacement-Parts = Ersatzteile. In der Regel werden durch Austauschen von Teilen Aufwertungen am Instrument vorgenommen. 
Roundwound-Saite = Eine Saitenart, bei der die äussere Umwickelung mit Runddraht ausgeführt wurde. Sie hat von allen Saitentypen den stärksten Obertongehalt. 
 
S
 
Security-Locks = Endpins mit Sicherheitsverschluss.
Semi-Parametrik = Eine Variante des Parametric-EQ's bei der lediglich die Frequenz und die Anhebung / Absenkung eingestellt werden kann. 
Serielle Verschaltung = Eine Tonabnehmer-Verdrahtung, bei der die Drähte zweier Spulen schaltungstechnisch hintereinander verbunden werden.
Shape = Form. In der Regel die Bezeichnung für ein bestimmtes Aussehen des Frequenzganges. 
Shaping = Die Ausformungen eines Korpusses zur Verbesserung des Spielkomforts.
Side-Dots = Seitlich in der Griffbrettflanke eingesetzte Positionsmarkierungen in Punktform.
Singlecoil = Einspuler. Die einfachste Bauform eines magnetischen Tonabnehmers.
Soapbar = Eine Tonabnehmer-Gehäuseform, die in ihren Seitenverhältnissen einem Stück Seife ähnelt.
Solid-State = Verstärkerausführung in Transistortechnik.
Spacing = Siehe Stringspacing.
Speaker = Lautsprecher
Splitcoil-Tonabnehmer = Ein Humbucker, der sich auf Singlecoil umschalten lässt. 
Stack = Die Bezeichnung für einen Equipment-Turm bestehend aus zwei Boxen und einem Topteil.
Staggered = Im Zusammenhang mit Tonabnehmern die Bezeichnung für gestaffelte Längen der Polepieces. Durch "Staggern" können Lautstärkeunterschiede der Saiten kompensiert werden.
Stehende Jahresringe = Die Jahresringe eines Holzbauteiles (Hals, Korpus) stehen senkrecht zum Saitenzug. 
Stimmstock = Ein Holzstab, der bei einem Streichinstrument zwischen Decke und Boden steht. Er dient der Stabilisierung und Schwingungsübertragung. Wird gelegentlich auch bei halbakustischen Bässen verwendet.
Stringspacing = Der Abstand von Saite zu Saite.
Sub-Woofer = Ein Membranlautsprecher, der ausschliesslich für die Übertragung der tiefsten Frequenzen zuständig ist.
Sustain = Die Klingdauer eines Tones.
Switch = Schalter
Symmetrische Übertragung = Die beiden signalführenden Leiter eines Signales (+/-) sind von der Erdmasse getrennt, und werden phasenversetzt übertragen. Hierfür werden XLR-Steckverbindungen verwendet.
 
T
 
TA  = Kürzel für Tonabnehmer.
Tandem-Poti = Zwei übereinanderliegende Potentiometer mit konzentischen Reglerachsen. 
Topteil = Die Zusammenfassung von Vor- und Endstufe in einem Chassis, welches sich häufig noch in einem Holzgehäuse befindet.
Tubes = Röhren
Tweeter = Hochton-Lautsprecher
 
U
 
Ultra-Long-Scale = Extralange Mensur. Die schwingende Länge der Leersaiten kann 35" (ca. 89 cm) oder gar 36" (ca. 91,5 cm) betragen.
Unterarm-Shaping = Eine Abschrägung oder Mulde auf der Korpus-Oberseite im Bereich der Armauflage.
 
V
 
Vintage = Alt.Erlesen. Als Vintage-Instrumente werden im allgemeinen echte Klassiker bezeichnet, die mindestens ca. 25 Jahre alt sind.
 
W
 
Woofer = Membranlautsprecher. Sein Übertragungsbereich wird in der Regel nach oben hin von einem Tweeter abgelöst.
 
X
 
XLR-Buchse = Eine dreipolige Buchse mit dünnen Kontaktstiften. Sie wird fast immer bei symetrischer Signalführung verwendet.
 
Z
 
Zarge = Der Randbereich eines Korpusses. Ursprünglich die Aussenform bei akustischen Saiteninstrumenten, auf der Decke und Boden angeleimt werden.  
 
(Quelle u.a. Zeitschrift:Bassprofessor)